Über uns Egelseer Schlüter
Geschichte
Anton Schlüter
† 02.03.1949
Anton Schlüter Sohn eines Gutsherren wurde im Sauerland in der Gegend der Stadt Brilon geboren und hatte vier Geschwister. Er durchlief eine Lehre als Mechaniker, Bau- und Kunstschlosser. Nach der Lehre begab sich Anton Schlüter auf die Walz, welche ihn letztlich in die Stadt Freising führte. Hier lernte er seine Frau Susanne Schlüter, geb. Samer, kennen, welche ihm im Jahre 1888 seinen ersten Sohn gebar.
Im Jahre 1899 gründete Anton Schlüter seine Firma in einem Hinterhof und begann mit der Reparatur von verschiedenen Maschinen. Nach einem Jahr beschäftigte er bereits 12 Mitarbeiter und übernahm die Vertretung eines sächsischen Motorenherstellers, welchen er kurz darauf übernehmen konnte. Während des zweiten Weltkrieg durfte Schlüter, wie andere Hersteller auch, Traktoren nur noch mit Holzgasern herstellen.
† 12.12.1957
Der Krieg zerstörte das Werk in München und die Gießerei in Freising weitgehend und Anton Schlüter übernahm nach dem Tod seines Vaters, Kommerzienrat Anton Schlüter, gestorben am 2. März 1949, die Führung des Schlüterwerks. Er verzichtete darauf, das Werk München sowie die Gießerei in Ihrer alten Form wieder aufzubauen und entschied sich das Freisinger Werk umzustrukturieren. Er führte das Werk durch den Wiederaufbau, die schwere Nachkriegszeit und brachte das Schlüterwerk wieder zum erblühen. Anton Schlüter starb jedoch kurz nachdem er im Jahre 1957 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen bekam.
Anton Schlüter
† 06.06.1999
Dipl.-Ing. Dr. h. c. Anton Schlüter wuchs mit seinen drei Geschwistern auf dem damals entstehenden Schlüterhof in Freising auf. Mit 18 Jahren lernte er seine Frau kennen, die er am 04.04.1940 heiratete. Sie führten eine glückliche und harmonische Ehe, blieben jedoch kinderlos. Von seinen Brüdern blieb einer im Krieg vermisst, der andere Bruder wurde katholischer Pfarrer und seine Schwester widmete sich dem Lehrerberuf.
Anton Schlüter selbst musste jedoch nach dem Tod seines Vaters im Dez. 1957 die Leitung des Schlüterwerks übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt waren im Werk ca. 680 Personen beschäftigt. In der folgenden Zeit überarbeitete die Firma Schlüter ihr gut sortiertes Schlepperprogramm öfters und brachte immer wieder neue Innovationen auf den Markt, welche von allen Konkurrenten bestaunt wurden.
Der Inhaber
Michael Egelseer begann 1970 bei der Firma Kraus Traktoren in Fürth eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker mit Abschluss. 1983 und 1985 legte er die Meisterprüfung als Kraftfahrzeug- und Landmaschinenmechaniker ab. Im Jahre 1986 erfolgte die Übernahme des Landmaschinenfachbetriebes Kraus Traktoren. Die Firma Kraus Traktoren war schon seit ca. 1930 Partner der Firma Schlüter mit den damals gefertigten Großdieselmotoren und hatte in den späteren Jahren die Generalvertretung für Schlüter-Traktoren übernommen.
Als dann die Firma Landtechnik Schönebeck 1995 die Schlütertraktoren wieder abgab, gründete Michael Egelseer die Firma Schlepperteile Egelseer GmbH, übernahm alle Ersatzteile mit allen Unterlagen und stellte so die Ersatzteilversorgung für die Schlüter-Traktoren sicher.
Seit 1997 werden nun auch wieder die Schlüter Euro-Trac gefertigt. Mitte April 2002 bezogen wir in Nürnberg unsere neuen Betriebsräume. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Firma Schlepperteile Egelseer GmbH in die Firma Egelseer Traktoren GmbH umbenannt und die Firma Kraus Traktoren eingegliedert. In diesem Zug wurden die beiden Standorte Fürth und Langenzenn aufgelöst. Das Ersatzteillager in Aufkirchen und unsere Filliale in Fröndenber-Warmen bestehen weiterhin.
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Die Ära Schlüter in Zahlen
- 1899
- Gründung der Firma Anton Schlüter München, selbstständige Konstruktion und Bau von Benzin- und Vielstoffmotoren.
- 1911
- erwirbt das Unternehmen eine eigene Gießerei
- 1912
- wird der Schlüterhof als späteres landtechnisches Versuchszentrum erbaut
- 1915
- wird das dritte Werk auf einer Gesamtfläche von 100.000 m² fertiggestellt
- 1918
- erhält Schlüter das Deutsche Reichspatent für die Erfindung des Kaltstartverfahrens bei Vorkammer-Dieselmotoren.
- 1921
- liefert Schlüter Dieselmotoren von 5 bis 300 PS in alle Welt.
- 1937
- beginnt die Konstruktion und Fertigung landwirtschaftlicher Traktoren mit 14 und 25 PS.
- 1942
- startet die Produktion von Holzgasschleppern und Holzgas-Elektro-Aggregaten mit 25 und 50 PS.
- 1950
- wird der Schlepperbau auf Traktoren mit 30, 45 und 50 PS ausgeweitet
- 1964
- wagt die Firma Schlüter den Sprung in die 100 PS Klasse. Zu dieser Zeit war auch der Beginn der internationalen landtechnischen Großvorführungen und Informationstagungen "Landtechnik von morgen" auf Gut Schlüterhof.
- 1966
- wird die erste integrierte Sicherheitskabine gebaut.
- 1968
- kommen 120 bis 150 PS Schlüter - Schlepper auf den Markt.
- 1970
- folgen die Schlüter - Traktoren mit 200 PS. Beginn der landwirtschaftlichen Unternehmerseminare,Fahrerkurse, Meister- und Monteurkurse.
- 1972
- ist das Geburtsjahr der Schlepper in Compact - Bauweise.
- 1974
- wird das stärkste Signal für die landwirtschaftliche Großflächenproduktion gesetzt mit dem 240 PS starken Profi - Trac 2500 VL und dem 320 PS starken Profi - Trac 3500 TVL.
- 1978
- wird der erste und einzige 500 PS Schlepper mit einem MAN turbogeladenen 12-Zylinder mit 21L Hubraum vorgestellt. - Europas größter Schlepper -
- 1981
- entsteht eine neue Schlepperserie unter dem Motto "Energie sparen auf hohem Niveau". Es handelt sich dabei um die sogenannten Super Trac mit 130, 160 und 200 PS. Sowie den beiden großen Super Schleppern mit 240 und 300 PS
- 1982
- kommen die neuen Compact - Traktoren mit dem modernsten MAN - Dieselmotor mit Luftansaugung über Resonanzbehälter auf den Markt. Ein neuer 180 PS Schlepper mit turboaufgeladenem und ladeluftgekühltem Schlüter - Dieselmotor wird ins Programm aufgenommen.
- 1984
- werden die ersten Traktoren mit elektronisch gesteuerter Kraftheberanlage und elektronisch gesteuertem Lastschaltgetriebe gebaut. Im gleichen Jahr geht ein Großauftrag über 70 Traktoren nach Saudi - Arabien
- 1985
- führt Schlüter neue Technologien der elektronischen Fahrzeugsteuerung und Motorenüberwachung ein.
- 1987
- übernimmt der Freistaat Bayern das Gut Schlüterhof.
- 1988
- kommen die Schlüter - Traktoren mit elektronischer und elektrohydraulischer Lastschaltung auf den Markt.
- 1989
- ist das Geburtsjahr des Schlüter EuroTrac mit 130,160 und 190 PS.
- 1991
- schließt Schlüter seine 80 Jahre alte Gießerei.
- 1993
- wird die Produktion an die Landmaschinen Schönebeck AG ( bei Magdeburg ) übergeben.Das Werk in Freising wird endgültig stillgelegt.
- 1995
- holt die Generalvertretung Kraus (Fürth), Inh. Michael Egelseer, Schlüter nach Bayern zurück. Es wird die Ersatzteilniederlassung in Oberding eröffnet.
- 1997
- beginnt Schlepperteile Egelseer GmbH mit der Produktion des Schlüter EuroTrac 140, 170 und 200 PS.
- 2002
- Umzug nach Nürnberg und Umbenennung in Egelseer Traktoren GmbH
Wetzlarer Str. 28 • 90427 Nürnberg • Tel.: (09 11) 3 22 52 - 0 • Fax: (09 11) 3 22 52 - 33 •